Philipp Messner installiert sein Werk Constantly Shifting dauerhaft in unserem Haus Nr. 29 (EG). Die erste Arbeit aus der 3er-Edition war 2022 in der Ausstellung Constantly Shifting in der Pinakothek der Moderne in München zu sehen.
Aktuell ist Philipp Messner mit seiner Einzelausstellung Feld in der Villa Stuck in München vertreten (15. Mai – 20. September 2026, in Kooperation mit der Rathausgalerie München).
In einem Ausstellungsraum am Campus werden zusätzlich weitere Werke des Künstlers gezeigt.

Unter dem Titel Darkness loves to hide inszenierte Philipp Messner für den Kunstraum München erstmalig eine Auswahl seiner Magnetarbeiten (Objekte und Bilder). Der Bildhauer sucht und nutzt die unterschiedlichsten Werkstoffe, um seine Fragen aber auch Feststellungen zu Themen wie dem Wandel des Individualitätsbegriffs zu Beginn des digitalen Zeitalters (Stichwort: Kontrolle), der menschengemachten Veränderung seiner Umwelt (Stichwort: Anthropozän) oder der Brüchigkeit politischer Systeme (Stichwort: Populismus) eine adäquate, meist abstrakte Form zu geben.
Diese Form kann transitorisch und fluid sein, wie seine Arbeiten mit künstlichem und koloriertem Schnee zeigen, sie kann in feste Strukturen eindringen, wie seine Einfärbungsproben von Gips und Marmor erkennen lassen, oder sie kann monochrom-morphologisch die Gestalt vertrauter Gegenstände überziehen, wie seine Werkgruppe der Magnetarbeiten seit 2008 verdeutlicht.
Diese letzte Gruppe umfasst verschiedene Fundobjekte wie Äste, Steine, Kisten, Lampen, Papier usw., die mit einem magnetisierten Material umhüllt oder partiell bedeckt werden und auf die Eisenpulver aufgebracht wird. Durch die magnetische Kraft wird der Eisenstaub an das Trägerobjekt gebunden, wobei die Anordnung und Ausrichtung der Späne das Kraftfeld vornimmt. Das Phänomen des Magnetismus selbst, der Effekt unsichtbarer Kräfte, wird von Messner genutzt, ohne den Reiz dieser Wirkweise zu strapazieren.
So changieren die Skulpturen im Bereich des Ungefähren und werden zu etwas Neuem: Die mit Eisenpulver überzogenen Wandbilder werden in einen dritten Zustand überführt und öffnen sich dadurch ganz unterschiedlichen Lesarten von Natur und Technik, vereinen sie doch materiell beides — ergänzt um die Handlung des Produzenten Messner, die dort endet, wo das Material seiner physikalischen Bestimmung folgt.


Die Soundperformance von Felix Leon Westner zur Eröffnung der Ausstellung. Mehr zum Künstler bei EIGEN+ART Lab.
Regelmäßige Pilates- und Yoga-Sessions mit Pia Semen in der Eventfläche im 10. OG — rundum verglast, mit weitem Blick über München.
Pia Semen ist staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin und zertifizierte Pilates-Trainerin. Anmeldung und Termine über balasana-ottobrunn.de.
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